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Ein gebrochenes Herz.

Wir alle hatten es schon mal. Vielleicht geben wir es nur ungern zu oder vielleicht haben wir es schon längst verdrängt, aber jedem von uns wurde schonmal auf die eine oder andere Art das Herz gebrochen. Es mag das plötzliche Ende einer glücklichen Beziehung gewesen sein, eine unerwiderte Liebe, ein kurzer Augenblick, in dem unsere gesamte Welt einstürzte. Manche von uns haben es schnell wieder vergessen, manche haben lange daran zu knabbern gehabt und wieder andere.. die leiden noch immer darunter.

In unsrer schnelllebigen, kurzatmigen, furchtbar komplizierten Welt kann es schneller passieren als uns lieb ist. Es ist nicht schön, wenn einem das Herz gebrochen wird. Und irgendwie, finde ich, sollte es dafür Krankenstand geben. Denn in einer gewissen Weise ist man ja wirklich krank: man kann nicht schlafen, kann sich nicht wirklich freuen.. irgendwie scheint plötzlich alles nur ein schlechter Witz zu sein. Man kommt sich vor, als säße man in der Achterbahn und es ist einem speiübel zumute, aber man kann einfach nicht aussteigen. 

 Was tut man gegen diese "Krankheit"? Im Selbstmitleid suhlen? Kiloweise Eis essen? Oder einfach nur eine Ablenkung suchen? Gibt es eigentlich sowas, wie eine allgemeine "So-heile-ich-mein-gebrochenes-Herz-Formel"? Kann man ein gebrochenes Herz jemals wirklich wieder ganz heilen?

Während ich mir eine Zigarette anstecke beginne ich mich zu fragen: wie kann es überhaupt so weit kommen, dass jemand auf der Welt die Macht besitzt uns das Herz zu brechen?

Ich würde nicht sagen, dass wir in der heutigen Zeit leichtfertig mit unseren Gefühlen umgehen. Im Gegenteil, wir scheinen sie eher zu verstecken, zu leugnen. Wir wollen keine Schwäche zeigen. Aber von Zeit zu Zeit.. da begegnen wir diesen wirklich wunderbaren Menschen. Sie bringen uns zum Lachen, sie zaubern uns Schmetterlinge in den Bauch und setzen uns die rosarote Brille auf. Und das ist dann der Moment in dem wir unsere Mauern niederreißen und aus dem Schutt und Beton beginnen, neue Luftschlösser zu bauen. So hoch wie der Himmel und so geräumig, dass all unsere Träume darin Platz haben. Ja, denn auch Single-Mädchen in den Zwanzigern haben Träume von einer gemeinsamen Zukunft. Vielleicht mädchenhafte, manchmal vielleicht sogar kindliche Träume, aber auch diese brauchen Platz. Wir legen unser Herz in die Hände eines anderen Menschen und schweben auf dieser Glückswolke dahin.. bis wir irgendwann abstürzen. Und auch wenn wir diesen Sturz irgendwie überleben, so tut es unser Herz nicht. Sobald wir auf dem Boden der Tatsachen gelandet sind, zerbricht es vor unseren Augen und wir können eigentlich gar nichts dagegen tun.

Ja, das ist trauig. Und ja, irgendwie ist es auch vielleicht ein wenig dumm. Aber sowas passiert nunmal. Und was dann kommt, das kann nur jeder für sich selbst wissen. Mein RFEGH (Rezept für  ein gebrochenes Herz) ist: ich vergrabe mich in meinen Lieblingsserien, welche in meinem Fall "Gilmore Girls", "Greys Anatomy" und "Sex and the City" wären, schlafe so viel und oft ich kann.. und irgendwann, irgendwann geht die Sonne wieder auf. Manchmal schreibe ich auch, höre meine Lieblingsband, in meinem Fall "Lifehouse" und sinne der schönen Zeit nach. Die Zeit, die es Wert war mein Herz zu verschenken und das Risiko einzugehen, dass es bricht. Denn das ist es, warum es immer wieder passiert: wir sind jung, wir sind single und wir wollen etwas erleben. Und gefangen hinter seinen eigenen Mauern verpasst man einfach viel zu viel.

Also: nein, es gibt keine generelle Formel ein gebrochenes Herz zu heilen und nein, ich denke nicht, dass ein gebrochenes Herz jemals wieder ganz heilen kann. Aber hin und wieder ist es schön, beim Nachdenken über die eine oder andere Narbe zu stolpern und, mit einem lachenden und einem weinenden Auge, sich zu erinnern, wie es zu dieser Narbe kam. Und irgendwann.. kommt der eine, der uns nicht von unserer Glückswolke plumpsen lässt. Und bis der da ist kann ich wohl alle meine Lieblingsserien mitsynchronisieren.

27.4.10 00:28
 


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